Imkern

Welche Bienenbeute ist die Beste?

Beste Bienenbeute

​Jeder Imker fragt sich zu Beginn, welches wohl das am besten geeignete Maß für ihn ist. Am Anfang steht die Entscheidung für eines der verschiedenen üblichen Waben- und Beutesysteme. Gerade Anfängern fällt es schwer den Nutzen verschiedener Beuten für sich zu bewerten.

​Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nur ein einziges System verwendet wird. So bleibt die Lagerhaltung einfach ​und ​der Tausch ​mit anderen Imkern wird vereinfach. Es herrscht ein gewisses Durcheinander an ​Maßen und Beuten-Typen. Meistens erwerben Imker daher einfach genau die Größe, welche sie im Imkerkurs kennengelernt haben. Doch das muß auch nicht sein. Hier möchte ich die gebräuchlichen Maße mit ihren Eigenschaften vorstellen und so die Entscheidung für ein zukünftiges Maß erleichtern.

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“​Die Entscheidung für das optimale Rähmchenmaß. Was ist die richtige Beute für einen Imker?”

Den Bienen selbst ist es egal, in welcher Beute sie leben. In der freien Natur haben sie gelernt, sich mit ihrem Volk auf unterschiedlich dimensionierte Baumhöhlen einzustellen.

Doch für den Imker sollte die Festlegung auf eine Größe wohl  überlegt sein, da sich diese später meist nur mit größerem Aufwand ändern lässt. Mit der Beutenwahl ist meist die Wahl der Rähmchengröße gekoppelt.

Bei uns im deutschsprachigen Raum sind die gebräuchlichsten Maße:

  • Deutsch-Normal-Maß
  • Zander
  • Langstroth
  • Dadant

​Dn-m​aß (Deutsch-Normal-Maß)

Außerhalb von Deutschland ist das sogenannte "Deutsch-Normal-Maß" (DNM) kaum bekannt. Doch hierzulande findet es immer noch einige Verbreitung. Die Tendenz ist allerdings rückläufig, da sich internationale Formate wie das Zandermaß durchsetzen.

​Vorteile

  • ​​Hierzulande noch immer recht weit verbreitet.​
  • ​Durch die weite Verbreitung ​fällt der Tausch mit anderen Imkern relativ leicht.

​Nachteile

  • ​Nur 12,5 mm Rähmchenohren führen zu ​geringe​m Abstand ​zur Beutenwand. Dadurch besteht für die Bienen unter Umständen die Gefahr des Zerquetschwerdens.
  • ​Die Wabenhandhabung (Abstoßen der Bienen, Einhängen in Schleudern, ...) ist wegen der kurzen Ohren etwas unpraktischer.
  • ​Da das Holz nur 8 mm dick ist wirkt das Rähmchen im Vergleich etwas unstabiler.
  • ​Das Rähmchen wirkt relativ klein.

Zandermaß

Das Zandermaß ist ungefähr so groß, wie das weltweit verbreitete Langstrothmaß. Im Unterschied dazu beruht Zander lediglich auf geraden Zentimetereinheiten. Langstroth setzt stattdessen auf gerade inch-Einheiten.

​Vorteile

  • ​Stabiles Rähmchen einer Dicke von 10 mm.
  • ​Gute Handhabung durch mittlerer Größe und lange Ohren von 27,5 mm
  • ​​Das kleinere DN Rähmchen läßt sich falls notwendig auch in die größere Zanderbeute einhängen. (Bei wenigen Rähmchen durch Anschrauben an die etwas längere Leiste oder bei einer Zarge durch Einschrauben eines Queerbretts in die Zanderbeute.

Langstrothmaß

Wie zuvor beschrieben ist das Langstrothmaß dem Zandermaß in der Abmessung sehr ähnlich. Doch im Unterschied zum Zandermaß verwendet dieses Maß inch-Einheiten. Das Langstroth Maß wird international vertrieben und verwendet. Viele internationale Berufsimker nutzen Langstroth-Magazine. Durch die große Verbreitung sind eigens für dieses System viele Techniken entwickelt worden, von denen Imker profitieren können.

​Vorteile

  • ​International weitverbreitetes Maß.
  • ​Großes Angebot unterschiedlicher ​Anbieter.

​Dadantmaß

Genau wie das Langstroth Maß wird auch das Dadantmaß (US-Dadant, Dadant-Blatt) weltweit eingesetzt. In der Berufsimkerei ist es nicht so weit verbreitet, wie das Langstrothmaß. Beim Dadantmaß werden im Honigraum Halbrahmen verwendet. Zur Ablegerbildung sind die Brutwaben zu groß. Dort werden Ablegereinheiten mit einem dritten Wabenmaß eingesetzt, die sogennnanten Mini Plusbeuten mit Mini Plus Rähmchen.

​​Vorteile

  • ​Großes Rähmchen für den Brutraum.
  • ​Weniger Rähmchen müssen kontrolliert werden

​Nachteile

  • ​Teilweise durch das Gewicht erschwerte Handhabung (z.B. Abschütteln der Bienen bei der Schwarmzellensuche)
  • ​Viele Rähmchensorten und viele unterschiedlich große Beutenzargen
  • ​Nicht so einfache Handhabung bei der Wabenbauerneuerung

​Segeberger Beute

In Norddeutschland ist auch die in der Imkerschule Bad Segeberg entwickelte Beute verbreitet.